Loslassen, Ankommen, Weitergehen – Wie ein Freiwilligenjahr das Leben verändert
Shownotes
Wie verändert ein internationales Freiwilligenjahr den Blick auf die Welt – und auf das eigene Leben? Oskar nimmt uns mit nach Papua-Neuguinea und erzählt von bewegenden Begegnungen, kulturellen Herausforderungen und Momenten, in denen Vertrauen wichtiger war als Kontrolle. Wir sprechen über Freundschaften, die über Kontinente hinweg entstanden sind, über das Ankommen in einer neuen Kultur und darüber, wie ein unerwarteter Abschied während der Corona-Pandemie seine Zeit vor Ort geprägt hat. Sieben Jahre später kehrt Oskar an seinen ehemaligen Einsatzort zurück und entdeckt, wie tief diese Erfahrungen bis heute in ihm nachwirken. Eine inspirierende Folge über Mut, Perspektivwechsel und die Erkenntnis, dass Loslassen oft der Anfang von etwas Neuem ist.
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00:00:00: Losgelassen.
00:00:09: Der Podcast über Aufbruch, Begegnung und ein Ja das den Blick auf die Welt verändert!
00:00:19: Heute ist Oscar Pfister bei uns zu Gast.
00:00:22: Er war von zwei tausend neunzehn bis zweitausend zwanzig in Papo Naginia Und dort im Bereich der Jugendarbeit tätig.
00:00:29: Schön dass ihr da seid und zuhört Oskar.
00:00:33: schön dass du da bist
00:00:34: schön dass ich da sein darf.
00:00:36: was beschäftige dich zurzeit?
00:00:37: Was machst Du gerade?
00:00:38: Ich
00:00:38: schreibe grad an der Hausarbeit für mein Studium Und die beschäftigt mich Tag einen Tag aus und ich bin ganz froh da, kurz rauszukommen.
00:00:46: Schön!
00:00:48: Ja wir reisen ja heute ein bisschen zurück in der Zeit ne?
00:00:52: Genau sieben Jahre zurück.
00:00:54: vor sieben Jahren hast du ja ein freiwilliges internationales Jahr mit uns gemacht und wenn du an dein freiwilliger Jahr denkst wie tief musst du da jetzt in deinem Gedächtnis graben?
00:01:05: überhaupt nicht tief würde ich sagen dadurch dass sich jetzt auch nochmal dort war.
00:01:10: Ja, Parmoneuginär ist immer in meinem Kopf.
00:01:13: Also fast täglich eigentlich denke ich da dran und der Freivindienst war so die erste Begegnung mit dem Land.
00:01:20: Schön ja dann freu ich mich wenn du uns heute ein paar Orte mitnimmst und Begehnungen ja Menschen die dich da geprägt haben vielleicht auch?
00:01:29: Und wenn du jetzt das Jahr in einem Gefühl beschreiben solltest was wäre das für'n Gefühl?
00:01:35: also dass ganz viel Aufregung.
00:01:37: Ich war sehr, sehr aufgeregt als ich geflogen bin.
00:01:40: Ich war auch in der Vorbereitung schon sehr aufgerägt und dann ... Ja, Freundschaft ist kein Gefühl aber Freude darüber Leute kennenzulernen bei Leuten anzukommen.
00:01:50: Ich hab mich schnell zu Hause gefühlt.
00:01:52: Es war immer noch aufregend, aber andersaufregend einen Zuhause ankommen viel erleben und ganz starke Erinnerungen.
00:02:00: einfach auch ja.
00:02:02: Und jetzt hast du gesagt, du warst auch schon in der Vorbereitung sehr aufgeregt.
00:02:06: Aber was hatte ich denn dann überhaupt dazu bewegt?
00:02:08: Auch diesen Schritt zu gehen.
00:02:11: Manchmal ist ja Aufregung eher so ein blockierendes Gefühl oder weiß nicht wie du das siehst.
00:02:17: Also ich bin jemanden der Entscheidungen nicht so gut treffen kann und darum die dann nach Bauchgefühl mal macht und wenn man da drin ist, dann mach' ich's so.
00:02:26: also es war eher auch so ein Ausprobieren weil mir eine Freundin Mission eine Welt empfohlen hat und ich mich beworben habe.
00:02:33: Und dann hab' ich ne Stelle angeboten bekommen, das hat sich gut angefühlt und dann hab ich's gemacht.
00:02:39: Dann habe ich erst im Nachhinein die Aufregung realisiert was ich da jetzt eingehe in der Vorbereitung und hab mir gedacht ja, die positiven Gefühle überwiegen.
00:02:50: Das heißt du hast unterschrieben und hinterher ist sie klar geworden?
00:02:53: Uff!
00:02:53: Was mach hier
00:02:54: eigentlich?!
00:02:55: Ich hab die Nachricht bekommen dass ich ne stelle angeboten bekomme.
00:02:59: Und da war er erst so sehr, sehr positiv.
00:03:02: Beim Unterschreiben wird einem noch mal klar die Verbindlichkeit, die man eingeht.
00:03:06: Da war dann schon auch Aufregung dabei.
00:03:08: Aber ja ... Ich hab nach dem Bauch entschieden, dass ich Lust drauf habe und das interessant finde.
00:03:14: Dass ich mich gut aufgefoben gefühlt hab bei der Organisation.
00:03:17: Und Lust hatte auf das Land und die Organisation.
00:03:21: Hattest du dich gezielt für Papo-Neuginär beworben?
00:03:24: Oder warst du ganz offen oder hattest Du Dich für ein anderes Land beworgen?
00:03:29: Ich hatte Papua Neuginia eher wenig im Kopf, als ich mich beworben hatte.
00:03:33: Ich hatte das eigentlich nicht auf dem Schirm, sagen wir so.
00:03:35: also... Die Freundin, die mir das empfohlen hat, die war in Costa Rica und ich wusste aber dass Lateinamerika eher nicht so außer Missione der Welt sagt es klappt besonders gut mit mir und Latein Amerika hab' ich kann kein Spanisch Und da wusste ich, dass ich also eher in ein Land komme wo ich entweder Kisraeli oder Togpisin lernen werde.
00:03:55: dann dachte ich ehrlicherweise bei der Bewerbung eher an afrikanische Länder und konnte mich dann sehr gut mit Papo Neuginier anfreunden.
00:04:03: Und über Papo neuginär werden wir später noch sprechen, wie hat denn damals in dieser Zeit der Entscheidung deinen Umfeld da drauf reagiert?
00:04:13: Da muss ich jetzt überlegen weil ich natürlich sehr im Tunnel war.
00:04:17: aber ich würde sagen meine Eltern fanden es total spannend da unterstützt.
00:04:23: Sie haben das ja auch von Beginn an mitbekommen und fanden es ein gutes Vorhaben, wussten irgendwie auch, dass ich da ... Ja, auch mit der Organisation unterwegs ist die mich gut betreut und wo ich einen Platz hab.
00:04:34: Und Barbara Neuginier war für die total unbekannt.
00:04:37: Die wussten gar nicht worauf sie sich einlassen oder worauf ich mich einlasse eigentlich.
00:04:41: Wir haben gefragt, ob ich das will?
00:04:42: Dann habe ich gesagt, dann haben sie das auch unterstützt!
00:04:45: In der Schule, da fandens viele glaube ich sehr krass, war oft so'n Wort was ich gehört hab was ich dann selber gar nicht so verstehen konnte, weil für mich war das mein Weg.
00:04:55: Ich fand es interessant und habe mich informiert und hatte Lust drauf.
00:05:00: Mir war diese Sensationsbegeisterung ein bisschen fremd von anderen Leuten, die das als etwas ganz Besonderes empfunden haben.
00:05:08: Und ich fand es etwas Besondereres aber nicht sensationsmäßig.
00:05:15: findet es auch nach wie vor bei dem Land.
00:05:17: Du hast gesagt, wir sprechen noch über Papua New Guinea aber da ist die Reaktion oft so was Sensationslüsternis wenn man dieses Land nennt und dabei ist das auch einfache ein Land in einer Region der Welt wie andere auch.
00:05:30: Ja das ist spannend.
00:05:31: lass uns da gerne nochmal drüber sprechen.
00:05:34: vielleicht passt es auch bisschen zu der nächsten Frage ob du dich noch erinnern kannst wovor du denn auch Respekt oder Angst hattest.
00:05:43: Haben da zum Beispiel auch die Reaktionen dann mit dieser Sensationsausgras-Papernaginär, hat das vielleicht auch dazu geführt?
00:05:49: Oder du hast ja gesagt, du konntest es auch eher nicht so nachvollziehen.
00:05:53: Aber gab's irgendwas wovor du Respekt oder Angst hattest?
00:05:58: Ja schon auch einfach dass sehr weit weg sein in einem Ort wo die Sprache anders funktioniert, kulturelle Dinge anders funktionieren.
00:06:07: Ich war auch selber schon mal im Ausland vorher mit der Schule, mit dem Praktikum und hatte auch Heimweh-Erfahrungen gemacht.
00:06:13: Dafür hatte ich Angst, dass das wiederkommt und mich dann so blockiert.
00:06:17: Und natürlich dieses allgemeine Wiestesmit-Sicherheit wie ist es mit Gesundheit?
00:06:22: Aber da war ich eher unternehmungslustig.
00:06:25: Das hat mich nicht sehr geschreckt.
00:06:27: Da musste ich viel den anderen erklären, dass es irgendwie wird und die Leute dort ja auch leben ... Dass ich gut versorgt bin!
00:06:34: und auch einen Privileg mitnehmen, wenn ich dort bin.
00:06:37: Gut versorgt zu sein ... Aber ich hatte ein bisschen Angst vor Heimweh, ehrlicherweise ja.
00:06:42: Und wenn wir jetzt zurück in den Moment des Abfluges?
00:06:46: Also nimm uns mal dahin zurück!
00:06:48: Du warst jetzt an der Vorbereitung, du hast gesagt, du warst aufgeregt aber auch irgendwie so positiv aufgereght.
00:06:54: Nimm uns einmal mit an dem Morgen des Aufwachens vor deinem Abflug und dann hin zum Flughafen.
00:07:01: Ich habe das noch relativ gut in Erinnerungswahn.
00:07:03: ein aufregender Tag, aber irgendwie auch einen cooler Tag.
00:07:06: oder im Nachhinein betrachtet haben wir alles richtig gemacht.
00:07:10: Wir hatten auch extra auf den Inlandsflug verzichtet und ich bin von Frankfurt ausgeflogen mit der Bahn hingefahren und meine Eltern haben mich nur in München an den Hauptbahnhof gebracht.
00:07:18: Sie sind nicht mithan Flughafen und es war super für mich weil da hatten wir eine schöne Verabschiedung Ja, haben auch so ein bisschen geweint und so.
00:07:24: Das war aber dann ... hatte seinen Ort am Hauptbahnhof und am Flughafen konnte ich funktionieren und konnte irgendwie die Reise organisieren und den Check-in und so.
00:07:33: das war dann angenehm.
00:07:35: ja wir hatten dann auch so einen Transfer in Manila der nicht funktioniert hatte.
00:07:40: da mussten wir dann einreisen obwohl wir keinen Visum hatten und es war dann sehr aufregend.
00:07:45: aber man ist dann so im Tunnel und funktioniert.
00:07:48: Wir waren dann plötzlich da und es hat dann alles so geklappt.
00:07:51: Aber ich war sehr aufgeregt, auch auf eine Art hektisch-und unternehmungslustig... Da war gar nicht so viel Zeit für Abschied.
00:07:58: Und
00:07:59: du hast jetzt gesagt wir?
00:08:00: Das heißt sowas nicht alleine?
00:08:02: Ja!
00:08:03: Wir waren von Missonne der Welt, waren drei Freiwillige und noch zwei Freiwilligen aus der Nordkirche Die sind aber anders geflogen, die von Hamburg ausgeflogen.
00:08:12: Und dann auch über Singapur und nicht über Manila.
00:08:14: Die hatten wir in Dubai kurz getroffen.
00:08:17: Wir waren zu viert sogar unterwegs, weil es war noch ein Handlungsfeld-Praktikant dabei.
00:08:21: Von Missione der Welt, der mit uns zusammengeflogen ist.
00:08:24: Wir sind nach Goroka geflogen erst.
00:08:26: Und haben dort eine Einführungswoche gehabt gemeinsam.
00:08:29: Auch nochmal einen Talkbesinn-Intensivkurs.
00:08:32: Und sind dann an unseren Einsatzstellen runtergefahren.
00:08:35: Ich bin dann nach L.A.
00:08:36: mit dem Auto runter gefahren.
00:08:38: Wie waren dann die ersten Tage für dich?
00:08:40: Du hast jetzt von dem Sprachkurs schon erzählt.
00:08:45: Wer hat euch abgeholt am Flughafen und wo bist du angekommen, wo seid ihr angekommen?
00:08:53: Wir wurden abgehult von unserem Mentor Martin.
00:08:56: Da war auch unser Sprachlehrer dabei.
00:08:57: Moses sind nach Hause zu Martin und seiner Frau Regine.
00:09:02: Das war total schön so ... Von Menschen, die da schon immer leben.
00:09:07: oder schon lange leben, willkommen geheißen zu werden.
00:09:10: Bei denen ein bisschen anzukommen, Gurukarten sehr europäisches Klima ist es oben in den Bergen.
00:09:14: Es war ein gutes Ankommen und ich hatte dann irgendwann Lust runterzufahren nach Leih an die Küste.
00:09:21: aber es war ein gutes Ankommen.
00:09:22: Ich hatte eine Lebensmittelvergiftung in den ersten Wochen.
00:09:26: also ich war wirklich auch ne Woche richtig ausgenockt Und das werde ich nicht vergessen.
00:09:30: so was hatte ich noch nie und hatte ich auch nie wieder.
00:09:33: Aber ja auch das kann man aussitzen Und dann ging's besser.
00:09:37: Ich war froh, wieder fit zu sein als ich nach Lei runter bin.
00:09:39: Weil dann ist natürlich noch mal ein Lei des Klimas ganz anders und ...
00:09:43: Wie lange warst du deinen Goroka?
00:09:45: Wir waren zwei Wochen in Goroka.
00:09:47: Eine Woche davon warst Du richtig krank.
00:09:49: Ja!
00:09:50: Also so ja, richtig, richtig kranken.
00:09:53: Lebensmittelvergiftung also alles raus einmal ausräumen.
00:09:56: Mhm.
00:09:57: Dann auch sehr schlapp und müde aber danach hab' ich nie wieder drauf geachtet was sich gegessen und getrunken habe.
00:10:05: Und war, glaube ich, resistent.
00:10:07: Die erste Woche hatte ich resistent gemacht.
00:10:10: Genau!
00:10:10: Schön.
00:10:11: Wie sah dann, als du an den Lay angekommen bist so ein normaler Tag für dich aus?
00:10:16: Den normalen Tag gab es nicht im freiwilligen Dienst weil ich an unterschiedlichen Stellen eingesetzt war.
00:10:23: also ich hatte dort einen halben Bungalow.
00:10:26: das war sehr komfortabel war eine kleine Wohnung und dort hab ich gelebt auf dem Gelände von der Lutherischen Kirche, die haben da so ihr Headquarter.
00:10:36: Und da wohnen auch ganz viele andere Kirchenmitarbeitenden also vor allem Locals.
00:10:40: Die haben dort eben auch Housing für die Mitarbeitenden auf dem gleichen Gelände und das war sehr schön.
00:10:46: mit den Nachbarn war ich viel unterwegs und auch mit der Jugendministerie dort.
00:10:50: Und dann bin ich ins Büro gegangen meistens in der Früh.
00:10:53: Ich war an zwei Stellen ein bisschen angesiedelt, die sich abgewechselt haben weil das eine war die Jugendarbeit im Youth Office Und dort hab ich dann eher so Projekte geplant.
00:11:04: Da waren vor allem Workshops, die wir auch im ganzen Land durchgeführt haben.
00:11:08: Wir haben dann eher Reisen geplant und ... Im anderen Büro, das war das Project Office bei Erverwaltungsarbeit, da war wenn quasi lange kein Workshop geplant war, bin ich dorthin gegangen und hatte quasi ein Lay in der Arbeit tagsüber.
00:11:23: Ansonsten bin ich eben durch die Workshobs viel gereist und im Land rumgekommen.
00:11:27: Was waren es für Workshubs?
00:11:29: Wer hat daran teilgenommen?
00:11:31: Es waren Jugendworkshops, wir hatten zwei Typen von Workshop im Angebot.
00:11:36: Die konnten angefragt werden vom Kirchengemeinden und sollten wie so ein Booster für die Jugendarbeit wirken.
00:11:43: Eine war ein Workshop mit Fokus auf Musik und das andere war ein allgemeinerer Workshop.
00:11:48: Das konnten sie auswählen was sie eher haben wollen und dementsprechend haben wir unser Team zusammengestellt.
00:11:52: Wir hatten auch Musiklehrerin Lei, die wir dann mitgenommen haben.
00:11:54: in Gitarren und Keyboardlehrern der eher weitergefasst wurde, hatten wir zum Beispiel noch so eine Spielepädagoge dabei.
00:12:02: Die dann so Geländespielen gemacht haben und es war da ne Woche lang und da durften alle Teilnehmen die sich als Jugend identifiziert haben.
00:12:10: Es waren oft sehr ländliche und schlechter Schlossene Gemeinden in denen wir gefahren sind und für die war das natürlich auch cool wenn aus der Großstadt einfach ein Team kommt und so'n bisschen die Gemeindearbeit boostet.
00:12:23: Also da kam dann auch nicht nur Jugendliche, sondern kann auch viele und war neugierig.
00:12:27: aber der Fokus lag schon auf der Jugendarbeit dass wir besonders für die was anbieten.
00:12:31: Wir haben abends Chor gemacht und so ein bisschen Auch Konzepte vorgestellt wie man Jugendgottesdienst planen kann Spiele planen können.
00:12:39: Genau.
00:12:40: also die Workshops wurden gut angenommen Und so hast du auch das ganze Land eigentlich auch bereist oder?
00:12:46: Genau, also das ganze Land nicht.
00:12:47: Aber ich hab schon ... Da bin ich total dankbar, dass ich unterschiedliche Regionen gesehen habe.
00:12:52: Ich war auch einmal auf den Inseln in Rabaul und Kokopo und war im Hochland unterwegs.
00:12:58: Und das ist schon einfach spannend da zu sein.
00:13:02: Also... Ich war sehr dankbar um diese Aufgabe und dann andererseits auch das Headquarter von der Kirche kennenzulernen.
00:13:08: Also ich durfte ganz viel beobachten und ganz viel mitnehmen.
00:13:12: Mhm!
00:13:13: Und kannst du uns mal so an einen Ort?
00:13:15: mitnehmen.
00:13:16: Also wir, die zuhören ... Die meisten von uns waren noch nicht in Papua Neuginia.
00:13:22: Welcher Ort den ihr da besucht habt ist so in deinem Kopf geblieben und vielleicht kannst du uns dahin mal mitnehmen?
00:13:30: Es sind ganz viele im Kopf gebleiben.
00:13:32: Jetzt muss ich einen aussuchen.
00:13:34: Du kannst auch zwei!
00:13:35: Also was schon auch ganz besonders war weil ich auch da nur eine Woche war und das auch ganz anders ist als das Hauptland, es auf den Inseln zu sein.
00:13:44: Und da war ich eben in Kokopo waren wir also in Kokopol landet man mit dem Flieger und dann sind wir nach Rabaul gefahren und das ist diese Stadt die unter dem Vulkanen ist und die verschüttet wurde von dem Vulkaan.
00:13:57: Das ist noch nicht so lange her und die alte Stadt Rabaül existiert aber noch im Staub Und die meisten Geschäfte und alles ist in Kokopu, aber wir waren in Rabaul.
00:14:10: Das ist total faszinierend, weil da überall noch dieser Staub liegt.
00:14:13: Wir sind auf den Vulkanen dann noch hoch.
00:14:15: Es war eine ganz besondere Gegend.
00:14:17: Die Sprachen sind nochmal ganz anders.
00:14:19: Die Tänze- und Kultursachen sind noch mal ganz anders als in Morobi wo ich die meiste Zeit war.
00:14:26: Das fand ich sehr faszinerend!
00:14:28: Der Vulkan ist eben auch aktiv... Da kommt man dann unten, bevor man ihn besteigt waren kleine Wasserpfützen in denen man Eier kochen konnte.
00:14:36: Weil die so warm waren durch den Vulkan.
00:14:38: Das war fasziniert und die Straßen von Rabaul sind noch durch diesen Staub bedeckt.
00:14:43: Und Rabaal ist relativ ausgestorben dafür was für eine große Stadt es vorher war.
00:14:47: Und Kokopo ist eben jetzt die verlagerte Hauptstadt von New Britain.
00:14:50: Das ist die große Insel!
00:14:52: Das war sehr faszinerend und da war immer auch toll weil da nicht viele Lotharaner auf den Inseln Das ist eher katholisches Gebiet und darum war es für die Gemeinde toll, dass eine Gruppe aus Leih was so die Lutherische Hauptstadt ist.
00:15:06: Nicht die Hauptstadt des Landes aber das Zentrum für die lutterischen Menschen im Papadeneuginär Und die haben sich sehr gefreut, dass da jemand kam und sie wahrgenommen hat in der Diaspora.
00:15:17: Also hab mich auch an unseren Oberbayern erinnert
00:15:21: Die lutterische Diasburger Ja schön Danke Aber habt ihr dann wirklich auch einen Eige kocht in dieser?
00:15:28: Ja.
00:15:29: Und es hat funktioniert?
00:15:29: Es hat
00:15:30: funktioniert, es ist kochendes Wasser!
00:15:31: Wow... Es riecht auch so sehr schweffelig.
00:15:34: Der Vulkan da in Rabaul ist faszinierend der raucht auch manchmal noch.
00:15:38: und jetzt von deiner Arbeit her gab's da irgendwas was dich auch überrascht hat.
00:15:45: ja also was einfach.
00:15:47: aber das habe ich mir auch vorher schon gedacht dass es einfach ganz anders funktioniert.
00:15:51: arbeiten und kirchliches arbeiten und Planungen.
00:15:56: Und mir war auch von vornherein klar, dass ich da meine Rolle eher so als Beobachter und Mädchen für alles.
00:16:03: Für den Austausch.
00:16:04: Vielleicht kann ich manchmal behilflich sein ... Aber ja, ich bin total unwissend, wenn ich dort bin.
00:16:11: Ab schon gemerkt, Planungen funktionieren anders.
00:16:14: Dinge werden viel schneller umgeplant.
00:16:17: Es gibt Bedingungen andere.
00:16:19: Ja, Kirche funktioniert erstaunlicherweise manchmal ganz ähnlich wie in Bayern.
00:16:24: Weil es diese starken Verbindungen gibt.
00:16:26: also es wundert einen dann immer wieder im Hochland wenn man irgendwo ist und plötzlich ein Posaunenkor im Gottesdienst auftaucht mit einem Heft in deutscher Sprache die halt mal irgendwie da angekommen sind.
00:16:37: oder ja auch die Liturgie ähnelt sehr dem was wir machen aber Es geht natürlich andere verbindungen ein mit der lokalen Kultur.
00:16:46: das ist spannend und toll zu sehen.
00:16:49: Wie war es für dich?
00:16:50: Du kamst ja auch direkt nach der Schule in deinen freiwilligen Dienst, ne.
00:16:54: Ja!
00:16:54: Wie war's dann für dich plötzlich auch vierzig Stunden zu arbeiten?
00:16:58: Ich habe nicht vierzehnt Stunden gearbeitet muss ich sagen.
00:17:01: Es war natürlich ein anderes Arbeiten wenn man jeden Morgen ins Büro geht in der Früh und nicht weiß was... Passiert.
00:17:09: und es ist durchaus auch schon passiert, dass ich in der früh ins Büro gegangen bin.
00:17:12: Und dann wurde der Workshop irgendwie vorverlegt.
00:17:13: uns hieß gehen noch mal kurz zurückkühlen eine Tasche und wir fahren jetzt mit dem Boot oder wir fliegen jetzt wohin?
00:17:20: Dass man sich so dem dem vollständig hingibt während Schule ja so sehr Man geht in der Früh hin und kommt am Nachmittag wieder zurück und das war schon anders dass man sich einfach seiner Tätigkeit auch so ganz hingibt und Auch nicht so richtig planbar Keit hat.
00:17:35: Ich habe mich nicht überarbeitet sondern Ich war immer verfügbar und hab immer Dinge unternommen.
00:17:41: Und wenn wenig los war, habe ich selber mich engagiert in der lokalen Gemeinde.
00:17:45: Das hat total Spaß gemacht.
00:17:47: Und hab mit denen auch mal eine Reise gemacht ... das war nicht einfach die Workshops durchzuführen.
00:17:54: Manchmal haben die Reisen dann auch nicht geklappt.
00:17:55: Dann wurde es nach hinten verschoben.
00:17:57: Da gab's schon Phasen, in denen wir zwei, drei Wochen gewartet haben darauf, dass wir reisen können weil wir für den Verkehrsmitteln es nicht organisiert bekommen haben.
00:18:05: ja Also, man muss viel Spontanität mitbringen.
00:18:10: Ich glaube es ist nicht vergleichbar mit einem Nine to Five Job hier auch von der Stundenzahl her und so mehr.
00:18:15: Und die Spontанität hattest du dir auch schon in Deutschland oder würdest du sagen, die hast du dort
00:18:21: gelernt?
00:18:21: Ich bin kein spontaner Mensch nach wie vor nicht und hab da aber viel Spondanität gelernt und auch gelernt damit umzugehen... dass bestimmte Dinge nicht planbar sind und es war eine Challenge für mich.
00:18:34: Und ich glaube, ohne Papo Naginia wäre ich viel unspontaner.
00:18:38: Also auf jeden Fall habe ich da gelernt, war ich vorher sicherlich und bin auch nach wie vor manchmal nicht aber was so ein Hauptlearning ist das es dann trotzdem funktioniert.
00:18:49: also dass die dinge manchmal im Vorhinein ich mir einen Kopf lange und dann sage ja ich bin hier der achtzehnjährige Gast, ich mache jetzt so wie es gemacht wird und dann funktioniert's am Ende.
00:19:01: Und das ist ein cooles Learning.
00:19:02: zu sagen man kann auch einfach mal schauen wie es wird und da wirds gut.
00:19:06: Was waren so Momente wo du an deine Grenzen gekommen bist?
00:19:10: War das so einen Punkt die Spontanität oder gab es noch andere?
00:19:14: was waren so die Herausforderungen auch in dem Jahr?
00:19:17: für dich
00:19:18: also herausfordernd war sicher die Sponitanität auch dieses nicht zu wissen was von mir verlangt wird was passiert Wenn ich in der Früh ins Büro gehe und wusste, da wird's schon was geben.
00:19:29: Und wir werden was machen und planen.
00:19:31: Aber es war nie ... Ich wusste nie vorher, was ansteht.
00:19:35: Das waren Herausforderungen für mich, die mir auch weitergebracht hat, mir geholfen hat.
00:19:40: Das andere sind kulturelle Herausforderungen, dass man irgendwo ist wo die Sprache ganz anders ist.
00:19:44: Man muss sich erst einfinden.
00:19:45: Die ersten Wochen waren da hart, würd' ich sagen.
00:19:49: Dann auch wie Freundschaften funktionieren, Sicherheit funktioniert, wie Einkaufen funktionieren.
00:19:56: Wie Sicherheit funktioniert?
00:19:58: Gesundheit das waren schon auch die Gewalt, die man mitbekommt.
00:20:03: Das fordert einen schon persönlich heraus.
00:20:06: Vielleicht kannst du uns mal mitnehmen zu einzelnen Punkten was jetzt die Freundschaft genannt Die Sicherheit des Einkaufen.
00:20:14: Also Freundschaft war für mich immer ein Thema weil
00:20:17: ich
00:20:17: also der einzige junge Ausländer war dort.
00:20:21: es gab noch Eine andere deutsche Person, es war aber ein älterer Herr.
00:20:25: Darum war ich quasi in meinem sozialen Umfeld eigentlich nur unter Locals und der Papandeginians und auch vielen Gleichaltrigen.
00:20:33: dabei habe ich einen Anschluss gefunden und war mit denen viel unterwegs, war fast jeden Abend bei Leuten zu Hause zum Essen und den Jugendgottesdiensten einmal die Woche und so.
00:20:43: Und da hab' ich mich natürlich dann auch immer gefragt wie vergleichbar das ist mit Freundschaften zuhause?
00:20:48: Weil ich ja schon eine sehr besondere Rolle da hab.
00:20:50: Ich fall wahnsinnig auf, ich bin der einzig Weiße ... Was ist meine Attraktion auch?
00:20:55: Vielleicht bin ich auch ne Attraktion auf einer Art das irgendwie in Ordnung aber das beschäftigt einen als junger Mensch wenn man irgendwie oder ich ja auch das Bedürfnis hatte nach Freundschaft und Bindung und dann da ja ne Distanz es weil auch klar ist irgendwann gehe ich wieder Und es ist auch andererseits klar dass ich Privilegien habe.
00:21:15: Wenn ich jetzt Malaria beispielsweise bekomme, dann ist ganz klar was passiert.
00:21:20: Dann kann ich deine Klinik und das ist bei meinen Freunden nicht so.
00:21:24: Ich kann jederzeit in den Flieger steigen und nach Hause fliegen und die bekommen keinen Schengen wie so.
00:21:30: Die meisten meiner Freunde dort werden nie nach Europa kommen können.
00:21:33: Ich hab sehr viel darüber nachgedacht immer, was manchmal eine ungezwungene Freundschaft trüben kann, wenn man immer darüber nachdenkt.
00:21:43: Sicherheit und Gewalt sind natürlich ein Thema ... vor allem in
00:21:46: L.A.,
00:21:46: auch dadurch, dass es die zweitgrößte Stadt im Land ist und ... Es schwierig ist alleine draußen unterwegs zu sein als weiße Person.
00:21:54: Jetzt hatte ich den Vorteil, dass ich Mann bin, dass sich da noch mal bestimmten Sicherheitsaspekten nicht ausgeliefert sind, bestimmten Gefahren.
00:22:02: Aber trotzdem ist es schwierig allein unterwegs.
00:22:05: Ich musste eigentlich immer mit Jungs aus der Nachbarschaft rausgehen.
00:22:10: Kirchengelände, was ich eben gerne gemacht habe.
00:22:12: Ich wollte gerne raus und viel gemacht hab und man ist dann gewissermaßen auch abhängig von seinen Freunden wenn man nur mit denen raus kann und kriegt dann halt draußen auch mit wie Leute geschlagen werden.
00:22:25: manchmal wird auch geschossen Und ich habe mich nie unsicher gefühlt weil ich auch wusste dass ich in einem guten netz bin und das sich auch keine dummen dinge unternehmen sondern Ja mit vernünftigen leuten unterwegs bin und da auch nichts passiert.
00:22:38: ich hatte auch nie angst Aber es bleibt einem doch so ein Kloß im Hals, wenn man mitbekommt wie was passiert.
00:22:44: Und dann auch Kinder darunter leiden oder irgendwo ein Kind was stielt und man damit bekommt, wie's einen Mob gibt.
00:22:51: Also kann einer schon beschäftigen?
00:22:53: Okay das heißt du warst dann ... Mit deinen Freunden aus dem Campus seid ihr dann rausgegangen in so einer Situation, wie seid ihr denn damit umgegangen?
00:23:05: Ja, sich fernhalten.
00:23:07: Also ich hab natürlich zu Beginn nicht so das Auge dafür gehabt, welche Situationen irgendwie ungut sind in der Stadt wo es eine Gemengelage geben könnte?
00:23:15: Aber da hatten dann die Leute mit denen ich unterwegs war ein Auge für und haben gesagt ja wir gehen jetzt mal darüber, den Laden oder haben gesagt wir steigen schnell einen Bus, irgendwie wird's komische Stimmung hier also sich dem fern halten.
00:23:31: Ich hatte jetzt im Sommer, als ich noch mal da war eine Situation, wo ich allein unterwegs war.
00:23:35: Ich hab mich das in den Sommer sehr viel öfter getraut und da saß ich im Bus und habe eben außen mitbekommen wie jemand Steine auf dem Bus geworfen hat von außen auf ne Person die im Bus saß.
00:23:48: Und dann hatte ich irgendwie keinen Ausweg.
00:23:50: Da war ich sehr überfordert und wusste nicht genau was machen und dann war ich dankbar dass der Bus losgefahren ist.
00:23:55: Vielleicht hätten mich da Locals auch... besser beraten als ich selber, aber ja ist dann alles gut gegangen.
00:24:03: Also das waren einfach sehr Grenzerfahrungen für dich die du so davor noch nie gemacht hast?
00:24:10: Ja!
00:24:10: Aber du hattest dann zum Glück deine Freunde die dir geholfen haben es auch ein bisschen einzuordnen oder...
00:24:15: Ja.
00:24:15: Also
00:24:16: im Freiwilligendienst?
00:24:17: Genau, im freiwilligen Dienst und ich hatte zur Einordnung auch immer ... Das war sehr gut ein Mentor der selber eben auch Deutscher war.
00:24:23: Der hat zwar nicht in der Stadt gewohnt, sondern in Goroka aber ich konnte den immer erreichen und so berichten und fragen was wie er das einschätzen würde.
00:24:30: dann habe ich gesagt also ich würde eigentlich gerne dieses Unternehmen die und die würden mitkommen während der die und sie bedenken.
00:24:36: und dann konnte der mir ganz gut sagen ja lass mal lieber oder sagen gar kein Problem oder sagen nimm lieber noch die Person mit Genau, weil es einfach auch ein gutes Mann kennt sich und hat ein gutes Netzwerk.
00:24:48: Und dann können die Leute ganz gut einschätzen was Sinnvolles und was nicht.
00:24:53: Man ist dann auch nicht so unfrei, das klingt jetzt vielleicht so aber ich hab viele Ausflüge unternommen.
00:24:57: man muss halt gut planen.
00:24:59: Du warst ja dann auch nie alleine ne?
00:25:01: Ich war nie alleine wenn ich nicht alleine sein wollte.
00:25:03: also es war eher andersrum dass die Schwierigkeit irgendwann im Freiwilligendienst in der Wohnung auch mal für sich zu sein.
00:25:12: Es ist jetzt erst früher Abend, aber ich will trotzdem schon mal.
00:25:15: Also ich hab dann gesagt, ich gehe heute früh schlafen und vielleicht habe auch nur mit meinen Eltern telefoniert oder so, aber es ist schon ... Ich hatte kein Problem mit
00:25:22: Einsamkeit.".
00:25:24: Und jetzt von den Menschen die dir begegnet sind, mit denen du zusammengearbeitet hast, mit dem du Zeit verbracht hast, gibt es da eine besondere Begegnung, die so heraussticht?
00:25:35: Es gibt mehrere, die rausstechen.
00:25:36: Ich muss zur Zeit sehr viel an einen Pastor denken.
00:25:39: Naoi Philipp, der hat auch mal fünf Jahre in Deutschland gearbeitet als Pfarrer ist mittlerweile gestorben, ist in der Corona-Zeit gestorbt wahrscheinlich an Corona und bei dessen Familie war ich oft.
00:25:50: er hat auch ein Sohn im ähnlichen Alter gehabt.
00:25:52: oder hat es Rodney mit dem ich gut befreundet war und bin und bei denen war ich viel um.
00:25:57: mit dem habe ich sehr viel auch so überglauben und Theologie Unterschiede zwischen Deutschland und Papa Neuginier gesprochen.
00:26:05: Ich war oft abends bei denen ... Er hat mir dann auch Yabi ein bisschen beigebracht, also die lokale Sprache, die es dort an der Küste in Moro begibt.
00:26:14: Und das war für mich eine Person, die mich auch total inspiriert hatte.
00:26:17: Und ich glaube auch mitunter zum Theologisch Studium inspiriert hat.
00:26:22: Und... Ich war jetzt sehr froh, dass ich sowohl Rodney als auch seine Frau, so die Witwe Nancy getroffen hab im Sommer.
00:26:29: Und irgendwie bin der Familie sehr verbunden.
00:26:32: eine Person, die mich sehr geprägt hat.
00:26:35: Also ne Begegnung, die bleibt?
00:26:37: Auf jeden Fall!
00:26:38: Auf jeden fall... Er war auch Pastor dort in der Gemeinde, in der ich dann gewohnt hab also auch im Sonntagsgottesdienst seine Predigten und irgendwie war er präsent ja.
00:26:48: Schön.
00:26:49: Gab's auch mal so sprachliche oder kulturelle Missverständnisse, die irgendwie vielleicht auch ein bisschen lustig waren am Ende oder peinlich oder dich irgendwie weitergebracht haben in irgendeiner Form oder?
00:27:05: Ja, es gab oft Missverständnisse.
00:27:08: Wie lustig!
00:27:09: Ich weiß immer nicht... Lustig hatte ich's eher so auf eine leichte Art irgendwie wie hier auch.
00:27:15: Ich fand die Missverständnissen schon eher oft, der mich lange beschäftigt und waren jetzt nicht so dass ich da also drüber viel gelacht habe weil ich schon versucht habe nicht zu vielen Fettnäppchen zu treten dann hat mich das schon ein bisschen zurückgeworfen.
00:27:27: manchmal wenn ich gemerkt habe ohi ist jetzt ne Bayere vor allem wenn ich gemerkt hab, dass bestimmte Leute plötzlich nicht mehr so eng mit mir sein wollen und ich nicht verstanden habe wieso.
00:27:38: Und dann hat sich im Nachhinein einfach rausgestellt das es da halt intern was gab, was irgendwie dazu geführt hat, dass jetzt der Fokus woanders lag also irgendwie ... Da wurde gesagt mach mal lieber nichts zu viel mit dem Deutschen!
00:27:51: Es gibt andere Dinge die wichtiger sind... Ich hab's dann nicht so mitbekommen, es lief dann im Hintergrund.
00:27:56: Okay aber das hast du dann im nachhineinen erfahren?
00:27:59: Genau.
00:28:00: Also, wenn man dann halt mit anderen drüber redet oder ... Ich hab's auch mal angesprochen bei einer Person und auch so was ist zum Beispiel ... Das ist es vielleicht ein bisschen lustig, aber ich glaub, ich habe einige Leute damit überfordert, dass ich die Dinge direkt anspreche, was man dort nicht machen würde.
00:28:16: Und das dann aber ja ... Die Leute trotzdem reagieren und trotzdem was sagen und deshalb gibt manchmal komische Situationen.
00:28:23: Aber auch das hab ich irgendwann dann überlegt, ob das nicht vielleicht auch übergriffig isst?
00:28:29: oder ob ich mich vielleicht auch mehr an diese Konvention halten müssen, jetzt einfach nicht drüber zu reden.
00:28:34: Hast du dich dann auch verändert so in dem Jahr und hast Dinge anders angesprochen?
00:28:40: Das ist ja auch wichtig, dass man sich anpasst.
00:28:42: Und ich glaube, ich habe mich schon sehr angepasst soweit ich das konnte.
00:28:46: Also ich bin irgendwie... Bestimmte Dinge kriegt man gar nicht los.
00:28:49: aber es ist ja noch wichtig in diesem Freiwilligendienst Programm, dass Man lernt, sich auf eine andere neue Kultur einzulassen Und auch gegebenenfalls irgendwie verhaltensweisen anzunehmen, die auch dem widersprechen.
00:29:04: Was man gelernt hat oder so.
00:29:05: Aber bestimmte Normen muss man halt dann ... Besonders was jetzt das Geschlechterverhältnis angeht.
00:29:12: Da geht es mir natürlich auch nach wie vor manchmal gegen den Strich aber als Gast hat man dort eine bestimmte Rolle.
00:29:19: Man muss sich nicht verbiegen und seine Meinung nicht verstecken.
00:29:22: Aber man hat sich auch an bestimmten Gepflegenheiten zu halten.
00:29:26: erst mal im Verhalten.
00:29:28: Jetzt warst du während deinem freiwilligen Jahr nicht ein ganzes Jahr da, ne?
00:29:33: Dein Abschied war dann sehr abrupt.
00:29:35: Kannst du davon bisschen erzählen?
00:29:38: Also du warst in den Neunzehnten...
00:29:39: Genau ich bin ja im Sommer zwanzigneunzehn ausgereist und dann zum Jahreswechsel kam er so das Thema Covid auf.
00:29:49: Ich habe es ehrlicherweise dort gar nicht so mitbekommen.
00:29:52: Ab wann das Thema wurde in Deutschland?
00:29:54: Für uns wurde es sehr abrupt Thema im März, als der internationalen Reiseverkehr zum Erliegen kam.
00:30:02: Und dann ist ja eine Welt, ich glaube auch in Absprache mit dem Auswärtigen Abend und das weltwärtsprogramm und so gemeinsam entschieden haben wir müssen jetzt alle zurückkommen.
00:30:13: Ich war zwar kein weltwährtsfreiwilliger sondern IJFD war das Förderprogramm aber auch da gab es sicher Vorgaben.
00:30:19: Das Vorgehen war dann den letzten offiziellen Flug, standardmäßigen Reiseflüge, die es noch so gab.
00:30:26: Dass ich mitbekommen habe wird Thema ... dass sich jetzt was verändert durch Covid bis ich im Flieger war keine ganze Woche.
00:30:35: Weil in Papua-Neuginia war Covid kein Thema im März.
00:30:38: Es kam erst im Sommer, dass ich das von außen mitbekomme.
00:30:42: Und dann bin ich ausgereist relativ halb über Kopf mit einem der letzten Flüge über Singapur und ... Das war schon schwierig für mich, aber ich will da jetzt auch nicht immer so in diese Opferrolle.
00:30:53: Weil es ist ja noch viel schwieriger für die Leute vor Ort.
00:30:56: Natürlich, ich wäre gerne da geblieben und hab am Telefon gesagt, ich will nicht.
00:31:01: Gibt's nicht irgendeine Möglichkeit dazu bleiben?
00:31:04: Und dann war die klare Kommunikation ne, solange du mit uns unterwegs bist, fährst du heim!
00:31:09: Es war kein schönes Gefühl, aber ... ähm ... es waren vollständige Freiwilligendienst.
00:31:15: Andere haben unter Covid sehr stark gelitten und auch später dann in Neuginier.
00:31:19: Das ist ein sehr tragisch gewesen, dass das Land dann ziemlich überrollt wurde von der Krankheit.
00:31:25: Also deswegen siehst du das als Privileg, dass du wieder nach Deutschland geflogen bist?
00:31:31: Total!
00:31:32: Also da wurde mir auch noch einmal bewusst, man kann noch so sehr tun als würde man dazugehören.
00:31:36: Man kann sich noch zu Hause fühlen.
00:31:38: Am Ende des Tages ist man trotzdem mit seinen Privilegien dort und alleine als weiße Person ist für meine Gesundheit dort viel mehr gesorgt.
00:31:46: Und das es wurde einem in Covid nochmal bewusst, dass man sich da nichts vorspielen darf und so tun würde, als würden wir
00:31:52: dazzugehören.".
00:31:54: Da verwischt man die Privilegien und auch die strukturellen Benachteiligungen, die die Menschen vor Ort wirklich erleben.
00:32:00: Und unter denen sie leiden.
00:32:03: Jetzt bist du ja dann aber jetzt vor Kurzem erst nochmal nach Papo Neugier gereist?
00:32:08: Du hast das immer wieder schon gesagt.
00:32:11: wie war das für dich und wie kam es dazu dass du noch mal hingereist bist?
00:32:16: Also ich wollte immer noch einmal hin und war aber klar, dass es nicht so einfach ist weil es ein teurer weiter Flug ist und es andersrum auch nicht so einfach ist, dort zu reisen.
00:32:27: Und ich hatte darum immer die Idee vielleicht noch mal mit Kirche was zu arbeiten oder einen Praktikum zu machen.
00:32:34: Da gibt's beim Mission eine Welt des toller Angebots für Theologie-Studierende das Handlungsfeldpraktikum für sechs bis acht Wochen in einer Partnerkirche zu machen.
00:32:44: also dieses Praktikum müssen wir sowieso machen in unserer Ausbildung Aber andere gehen dafür in die Klinikseelsorge oder Gefängnisseelsorge.
00:32:52: Und man kann es eben auch in einer Partnerkirche machen, und dann hab ich mich ganz gezielt gemeldet bei Missioner der Welten abgefragt ob denn da Papa Neuginier dazugehört und ob es die Option gäbe dass sich das dort noch mal machen kann.
00:33:04: Das war mein Jahreshighlight mitunter und habe mich riesig gefreut, dass es da das Privileg nochmal gibt auch nochmal dort sein zu dürfen und nochmal in eine ganz anderen Rolle.
00:33:14: Und hast du dann aber Leute aus deinem freiwilligen Dienst?
00:33:17: Wieder getroffen, du hast ja vorhin auch gesagt von der ...
00:33:20: Ja.
00:33:20: Ich hab relativ viele wiedergetroffen.
00:33:23: Mich vorher bei denen gemeldet gehabt, dass ich wiederkomme und das war sehr schön.
00:33:27: Ich habe in dem gleichen Bungalow gewohnt zufällig.
00:33:29: Ich hatte es nicht abgesprochen aber kam da wieder unter.
00:33:33: Und schon am nächsten Tag haben Leute bei mir geklopft die mich beobachtet hatten als ich angekommen bin.
00:33:40: Es war total schön.
00:33:41: Hat sich einiges verändert im Land.
00:33:44: Man merkt das auch.
00:33:46: Dinge sich zum Guten verändern.
00:33:47: Es war schön, die Leute wiederzusehen und auch in anderen Lebensphasen.
00:33:51: Manche sind jetzt wahrerratet und haben Kinder, wann Tolles Wiedersehen?
00:33:55: Wenn du jetzt so zurückblickst kannst du sagen was ich durch das Jahr in Papo Neuginier bzw.
00:34:01: die sieben Monate in dir verändert hat.
00:34:05: Ich glaube, ich habe mehr Weitblick bekommen dass Dinge manchmal anders funktionieren können als ich das dachte und so ein bisschen mehr Offenheit gegenüber ganz anderen Ansätzen.
00:34:21: Auch Menschen mit ganz anderen Weltbildern, dann habe ich eine totale Reiselust- und Sehnsucht gewonnen nach anderen Weltregionen und eben besonders auch den Pazifik.
00:34:35: Es ist mir irgendwie auch ein Anliegen geworden, so Papagenäa.
00:34:38: Ich erzähle gerne davon und ich find's wichtig sich damit auseinanderzusetzen aufgrund der deutschen Kolonialgeschichte.
00:34:44: Meine Berufswahl hat es sicher auch total geprägt dass ich da inspirierende Personen getroffen hab also eben nicht nur Pastor Navi sondern auch meine Chefin in dem Büro dort in Lei die so... sich so engagiert hat, für die Kirche und so gebrannt hat oder es immer noch tut.
00:35:02: Und immer noch für die kirche arbeitet.
00:35:03: und da wusste ich dass ich das vielleicht auch machen will.
00:35:07: Und hat sich dadurch dann auch dein Blick auf Deutschland nochmal verändert?
00:35:10: Auf jeden Fall!
00:35:11: Die Privilegien, die wir hier haben sind mir total klar geworden und damit auch ein bisschen diese Überskandalisierung manchmal wenn Dinge nicht funktionieren weil vieles ja doch ganz gut funktioniert Auch im kirchlichen Bereich zum Beispiel Untergangsstimmung, wo andere Kirchen in anderen Weltregionen auch Schwierigkeiten haben und andere Schwierigkeiten haben und damit umgehen lernen.
00:35:37: Also ich habe einen anderen Blick auf Kirche bekommen und auf Gesellschaft wie es funktionieren kann ja.
00:35:44: Was würdest du einer Person sagen die über ein internationales Freiwilligenjahr nachdenkt?
00:35:50: Auf jeden Fall machen und einfach ausprobieren auf das Bauchgefühl hören, also das auch ernst nehmen.
00:35:58: Wenn man irgendwie das Gefühl hat vielleicht ist doch nichts für mich aber wenn es einen so kitzelt dann dem nachgehen weil in der Lebensphase sind immer ganz viel lernen kann und noch ganz viele Entscheidungen offen stehen Und ja man total viel geschenkt bekommt von den Leuten denen man begegnet und neue Perspektiven und Es auch einfach Spaß macht Genau.
00:36:19: Und es ist ein Privileg, dass man da unterstützt wird finanziell die Möglichkeit hat.
00:36:22: Man wird sehr gut vorbereitet und man darf vielleicht eine neue Sprache lernen.
00:36:26: Man darf das noch mal!
00:36:28: Wenn du jetzt nochmal auf dein Ja schaust gab es einen Moment in dem Du bewusst gemerkt hast Jetzt muss ich loslassen?
00:36:35: Jetzt geht's nicht mehr um Kontrolle sondern um Vertrauen?
00:36:38: Ja.
00:36:39: Gab sicher viele.
00:36:40: Einer fällt mir ein.
00:36:42: Da waren wir mit dem Bus unterwegs die jungen gruppe aus lei mit der ich viel gottschliens gefeiert habe.
00:36:51: Und wir waren unterwegs nach merdenken also eine lange reise fünf sechs stunden busfahrt und Ich saß da einfach und wusste aber gar nicht, wo der weg ist wie es geht?
00:37:01: Die straße hat aufgehört und das war ne schlammpiste und Die laune war gut im bus.
00:37:06: aber ich wusste ich muss jetzt hier einfach Vertrauen.
00:37:08: Ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht so genau, wann wir ankommen werden und wohin es überhaupt geht und was wir machen.
00:37:14: wie lange wir dort bleiben werden wusste ich auch nicht aber ich hatte Leute um mich herum den ich vertraut habe mit denen ich eine gute zeit hatte und irgendwann sind wir angekommen.
00:37:24: da gehört ja auch dazu dass man einen punkt hat an dem man merkt hier bin ich nicht nur zu besuch hier gehöre ich richtig dazu.
00:37:31: Den Eindruck hatte ich bei deinen Erzählungen, aber lässt sich so ein Moment überhaupt festmachen oder versteht man das erst im Rückblick?
00:37:39: Ich glaube es gibt zum Einzelmomente die sich fest machen... lassen.
00:37:43: Also bei mir war es ganz stark diese Momente, wenn man zum Essen eingeladen wird abends und einem zu verstehen geht das total bescheuert dass du jetzt meinst alleine kochen zu wollen.
00:37:51: also sondern kommen einfach bei uns vorbei.
00:37:53: vielleicht hast ja auch noch eine Packung Reis dabei.
00:37:55: aber das waren so Momente wo ich gemerkt habe oh irgendwie denken die an mich jetzt abens und wollen eigentlich dass ich mit rüber komme.
00:38:02: auch des zweitere.
00:38:03: es war dass man erst im nachhinein begreift was einem dann fehlt.
00:38:08: Schön, wenn man in einem zu Hause eingeladen wird.
00:38:11: Ist ja auch ein Vertrauen von der Seite, weil ich ganz anders aufgewachsen bin und mich daneben benehmen könnte.
00:38:19: Jetzt gibt es auf der einen Seite das Ankommen.
00:38:21: Auf der anderen Seite gibt's aber auch immer Momente, in denen man sich fremd fühlt.
00:38:26: Hattest du diese Momente?
00:38:27: Was hat dir da geholfen, auch innerlich zu bleiben, auch wenn zurückziehen vielleicht leichter gewesen wäre?
00:38:36: Ich glaube ... Was mich immer so ein bisschen wieder beruhigt hat oder auch dieses Gefühl der großen Andersartigkeit dann auch wieder reduziert hat, war mit gleichaltrigen Zeit zu verbringen und zu merken das sind eigentlich die gleichen Themen die wir bewegen.
00:38:51: Die haben auf die gleichen Dinge Lust wie ich.
00:38:53: Die reden über ähnliche Dinge wie ich... Und darum war das, zurückziehen glaube ich auch nie.
00:38:58: Also es ist vielleicht auch Typ-Sache aber für mich wäre das nie eine Lösung gewesen.
00:39:01: wenn ich jetzt merke ich fühle mich sehr unwohl.
00:39:04: Wäre ich hätte ich mich dann in mein Zimmer zurückgezogen wär's glaube ich schlimmer geworden sondern... Ich musste unter Menschen und merken so krass ist die Andersartigkeit doch nicht!
00:39:14: Wir haben Dinge die wir gemeinsam machen können und ich wusste auch ich bin mit Kirchen unterwegs also da auch da haben wir einen gleichen Nenner.
00:39:20: irgendwie Die Leute sind freiwillig da Ich bin freiwillig da und wir engagieren uns für die gleichen Dinge, ja.
00:39:28: Für Kirche und Glaube
00:39:30: motiviert.".
00:39:32: Also es war die Verbindung und das Vertrauen in diesem kirchlichen Bereich, indem du einfach wusstest, dass du da gut aufgehoben bist und ihr seid gut miteinander unterwegs?
00:39:42: Genau!
00:39:42: Dass die Leute es ernst meinen... also Kirche muss nicht heißen, dass es besonders gut organisiert ist und Kirche auch nicht heißt, dass irgendwie alles besonders gut funktioniert aber dass die Leute zumindest aus einem Grund da sind und einen auch in einer Gemeinsamkeit sofort wahrnehmen.
00:39:58: Und wissen, der ist auch evangelisch Lutherisch, der kommt auch aus dem Grund
00:40:03: hierher.".
00:40:04: Das sind ja auch Werte!
00:40:05: Wenn du an die Werte und Eigenschaften denkst, die dich durch dieses Jahr getragen haben – welche waren das noch?
00:40:11: Haben sie sich im Laufe der Zeit verändert oder vertieft?
00:40:14: Ich glaube, Wert und Normen sind so grundsätzlich immer wichtig gewesen auf andere zuzugehen und mal zu gucken... Und so eine grundsätzliche Naivität und positives Menschenbild, einen Tag zu legen.
00:40:27: Um wenn man Menschen begegnet das haben wir glaube ich auch meine Eltern sehr mitgegeben.
00:40:31: Es hat sich auch noch mal verstärkt dass es diese herangehensweise erfolgreich sein kann.
00:40:37: Man merkt dann schon wenn man Leuten nicht vertrauen kann.
00:40:39: Das merkt man früh genug wenn man darauf achtet.
00:40:41: Und prinzipiell ist die Chance sehr groß dass man vielen Leute begegnete dies gut mit einem meinen.
00:40:47: Du hast ja erzählt, dass du weiterhin zu den Menschen vor Ort Kontakt hast und dass es Erfahrungen gibt die dich auch bis heute noch prägen.
00:40:54: Gibt es irgendwas was du hier noch unbedingt erzählen möchtest?
00:41:00: Das heißt schon ganz viel erzählt das möchte ich noch unbedingt erzählen.
00:41:04: Ich glaube was schon wichtig ist und für viele schwierig vorstellbar sind.
00:41:08: vielleicht auch interessant Für unseren Kontext hier in Deutschland is wie gut man zusammen oder wie sich die Erfahrung gemacht hat zusammen mit Leuten Gottesdienst feiern, singen, lachen, essen, kochen konnte.
00:41:23: Die doch auch ganz andere Weltbilder als ich haben und die ganz anders aufgewachsen sind als ich.
00:41:28: Und dass das nicht unbedingt trennend sein muss!
00:41:32: Und ohne diese Grenzen zu negieren, ohne zu negierend, dass ich weiß bin... Und die Person, die mir gegenüber ist schwarz ohne zu negieren, dass ich ein anderes Frauenbild mitbekommen habe in meinem Elternhaus als die Person.
00:41:44: Also dieses ... das nicht kleinzureden und trotzdem gemeinsam Spaß zu haben und Dinge zu unternehmen und dann Gemeinsamkeiten
00:41:55: finden.".
00:41:56: Der Abschied nach so einer intensiven Zeit kann ja sehr berühren.
00:41:59: Gab es für dich Worte oder eine Geste, die dir besonders nahe gegangen sind?
00:42:06: Ja, also als ich jetzt dieses Jahr da war.
00:42:09: Da hat mich der Abschied fast noch mehr beschäftigt weil es auch eine relativ kurze Zeit wartig dort war und viele so wieder Erinnerungen wieder hoch sind.
00:42:18: was mir da sehr geblieben hat und mich immer noch trägt ist so die letzte Abend mit den Leuten aus der Gemeinde in der ich gearbeitet habe Und mir ein guter Freund dort auch einen Geschenk gemacht hat was er selber gemacht hat so'n Tapperkloss so'nen Aus Baumerinde so'en Tuch wofür ich hier gar keine Verwendung habe, dort würde man es als Rock anziehen.
00:42:37: Aber da wusste ich irgendwie einfach ... Der hat bewusst was geschenkt, was er selber gemacht hat und was auch einen gewissen Wert für ihn hat.
00:42:46: Und da war ich sehr berührt.
00:42:47: Das hab' ich jetzt in meinem Zimmer hängen und erinnere mich immer wieder
00:42:50: dran.".
00:42:51: Vielen Dank!
00:42:51: Schön, dass du da warst, Oskar.
00:42:53: Danke für die Einladungen.
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